16.06.2010
13:26

Ausnahmslos alle Frauen kreuzten an, dass...

...jemand gefehlt hat, der sie in den Arm genommen hätte und Mut gemacht hätte. Es war niemand da."

Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Christa Heinel, der Begründerin des deutschen Zweiges von "Rachel", eine Bewegung, die Frauen nach Abtreibung hilft. 

Sie schreibt folgendes: 
"Wir legten den Frauen einen Fragebogen vor, mit der Frage, was ihr geholfen hätte, die Entscheidung für ihr Kind und gegen die Abtreibung zu treffen.

Es gab verschiedene Punkte zum ankreuzen, unter anderem:

Die Begegnung mit einem lieben Menschen, der sie in den Arm nimmt, tröstet und Mut macht, „Das schaffst du schon, nur Mut, wir helfen dir...“

Ausnahmslos kreuzten alle Frauen an, dass jemand gefehlt hat, der sie in den Arm genommen hätte und Mut gemacht hätte. Es war niemand da. Niemand hat der Frau Freude gezeigt über das Kind oder über sie, keiner habe gesagt: „Ich helfe dir, dass du dein Kind bekommst.“

Sie fühlt sich abgelehnt, ausgegrenzt, sie leidet, denn in dieser Zeit ist die Frau sehr schutzbedürftig. Selbst Tiere schützen ganz besonders ihre trächtigen Tiere, doch unsere heutige Gesellschaft sagt: 'Geht doch abtreiben!'"

Diese Umfrage zeigt, wie wichtig die Beratung und Hilfe sind, die 1000plus ungewollt Schwangeren anbietet. Sie zeigt auch, dass wir als Gesellschaft ungewollt Schwangere oft im Stich lassen und sie dann keinen anderen Weg als den der Abtreibung sehen.

Quelle: Zeitschrift "leben", Nummer 144, 19. Jahrgang

 

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15.06.2010
12:22

Wie schön dass Du geboren bist

1000plus freut sich heute ganz besonders über ein
1000plus-Geburtstagskind! "Wie schön, dass Du geboren bist,
1000plus hätte Dich sonst sehr vermisst!"

08.06.2010
12:16

Schwanger mit 16 Jahren: Zwischen Mathebuch und Schaukel

Während die meisten jungen Frauen sich am Freitagabend für die Diskothek fertigmachen, singt Anna Preis ihren zweieinhalbjährigen Sohn in den Schlaf. Danach macht sie die Wohnung sauber oder wirft noch einen Blick in ihre Schulbücher. Die Höchstädterin (Landkreis Dillingen) ist 19 Jahre alt, Mama und Schülerin.

In der neunten Klasse wurde sie schwanger, am 30. Juli 2007 kam Sohn Leon auf die Welt. Anna war zum Zeitpunkt der Geburt 16 Jahre alt. Sie erzählt: „Als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, war das erst mal ein Schock. Mein erster Gedanke war: Was ist mit der Schule?“ Anna war mit der Situation völlig überfordert. Sie beschloss, die Neuigkeit erst mal für sich zu behalten. Erst als sie sich morgens übergeben musste und die Kleidung enger wurde, bemerkten es die Eltern und auch Lehrer. Einer von ihnen war Wolfgang Mayr, der damalige Klassenlehrer der 16-Jährigen. Er kann sich noch gut daran erinnern: „Wir haben uns oft unterhalten. Für mich war es auch das erste Mal, dass eine Schülerin schwanger war.“

Hochschwanger bei Prüfungen

Anna war gerade in der neunten Klasse der Volksschule Höchstädt – mitten in den Abschlussprüfungen. „Glücklicherweise zählte sie immer schon zu den Besseren in der Klasse. Ihre Noten haben sich während der Schwangerschaft nicht verschlechtert“, sagt Mayr. Anna absolvierte die Prüfungen für den Hauptschulabschluss sogar als Klassenbeste – und das hochschwanger. „Meine letzte Prüfung hatte ich am 2. Juli, nur wenige Tage vor der Geburt. Gott sei Dank hab ich das alles noch vorher geschafft“, erzählt die heute 19-Jährige.
Nicht nur Anna, sondern auch Wolfgang Mayr war froh, dass alles problemlos abgelaufen war: „Ich war wirklich erleichtert, als die Prüfungen zu Ende gingen. Wir hatten immer Angst, dass Anna oder dem Baby was passiert.“ Deshalb musste Anna auch vor den Prüfungen eine Erklärung unterschreiben, dass sie auf eigene Verantwortung daran teilnimmt. Denn: Klare Regeln für schwangere Schülerinnen gibt es nicht.

Nicole Steinbach, Sprecherin des bayerischen Kultusministeriums, sagt: „Die Schulen klären die Situation eigenverantwortlich vor Ort. Es muss nicht gemeldet werden, wenn eine Schwangerschaft vorliegt.“ Deshalb gebe es keine Zahlen, wie häufig junge Frauen während der Schulzeit schwanger werden. In der Regel orientieren sich die Schulen am Mutterschutzgesetz, das besagt, dass schwangere Frauen sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden dürfen. „Schulleiter können individuell entscheiden, wie lange eine Schülerin beurlaubt wird.“

Während Schulleiter und Lehrer voll und ganz hinter der schwangeren Schülerin standen, wendeten sich einige Freunde von Anna ab. „Diejenigen, die mich fallen lassen haben, waren keine richtigen Freunde. Eigentlich ist es gut, dass ich die los bin“, erzählt sie. Neue Freunde lernte sie im Krankenhaus nach der Geburt kennen. „Die meisten haben auch schon Kinder und können mich also verstehen.“

Heute, fast drei Jahre später, ist Anna Preis nicht nur stolze Mutter, sondern wieder Schülerin. Seit Herbst 2009 besucht sie erneut die Höchstädter Volksschule, um den mittleren Schulabschluss zu machen. Das funktioniert aber nur mit einem durchplanten Tag: Abends kocht die Schülerin Essen, das sie am nächsten Tag für sich und Sohn Leon warm macht. Morgens um sechs Uhr klingelt der Wecker, um halb acht geht der Zweijährige in die Kindertagesstätte, Anna zur Schule. Nach dem Mittagessen schläft der Sohn, die Mama macht Hausaufgaben und räumt die Wohnung auf. Danach wird gespielt.
„Manchmal ist mein Leben kompliziert, aber schön“, sagt sie und lacht. Momentan läuft es in der Schule nicht ganz so gut. „Ich muss mich anstrengen, damit es klappt.“ Hinter ihr steht auch die jetzige Klassenlehrerin Heike Ritzka: „Es ist bewundernswert, wie sie das alles schafft.“ Deshalb gehe sie manchmal rücksichtsvoller mit ihr um. „Die meisten in ihrem Alter kommen nach Hause und kriegen das Essen serviert. Anna macht alles alleine und hat noch ein kleines Kind.“

Trotz mancher Schwierigkeiten mag die alleinerziehende Mutter ihr Leben: „Klar wäre ein Kind etwas später besser gewesen, aber nun ist es so. Ich bereue nichts und kann mir ein Leben ohne Leon nicht mehr vorstellen. Irgendwie wird schon alles klappen.“
Wenn sie ihren mittleren Abschluss schafft, will sie Kinderkrankenschwester werden.

gefunden in der Augsburger Allgemeinen
www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Dilingen/Lokalnachrichten/Artikel,-Anna-Preis-junge-Mutter-_arid,2119220_regid,2_puid,2_pageid,4495.html

04.06.2010
14:16

Andrea Bocelli tells a "little story" about abortion.

Andrea Bocelli, der erfolgreichste Tenor der Welt,
erzählt in diesem Video eine Geschichte über Abtreibung.
Der 1958 geborene Italiener (Time to say Goodbye)
leidet seit seiner Geburt an einer Krankheit, die zur Erblindung geführt hat.


Hier die Übersetzung:

„Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen.
Eine junge, schwangere Ehefrau kam wegen einer gewöhnlichen Blinddarmentzündung ins Krankenhaus. Der Arzt musste Eis auf ihren Bauch legen. Am Ende dieser Behandlung empfahl er ihr das Kind abzutreiben. Er sagte, dass sei die beste Entscheidung, denn das Baby würde mit Sicherheit mit einer Behinderung auf die Welt kommen. Aber die junge, mutige Ehefrau beschloss nicht abzutreiben und das Kind wurde geboren.

Diese Frau war meine Mutter und das Kind war ich.
Vielleicht bin ich befangen, aber ich glaube, dass ich sagen kann, dass diese Wahl die richtige Wahl war. Ich hoffe, dass das eine Ermutigung für viele Mütter sein kann, die sich in schwierigen Lebensumständen wiederfinden, aber das Leben ihres Kindes retten wollen...“

31.05.2010
15:17

Bedanken Sie sich bei der BILD!

Liebe MitMACHER,

BILD bricht Tabus. Am vergangenen Freitag war es das Tabu-Thema Frauen und Abtreibung.
„Ich habe abgetrieben – es fühlte sich an wie Mord“, so der Titel des Artikels. Hier finden Sie den Artikel

Bitte schreiben Sie BILD und bedanken Sie sich, dass sie ein gesellschaftliches Tabu gebrochen haben.

In unserer Gesellschaft gehen viele davon aus, dass Abtreibung ein Frauenrecht ist. Sie vergessen dabei, dass viele betroffene Frauen vergeblich darauf hofften, dass jemand „ihrem Kind eine Chance auf seine ersten Worte, ersten Schritte gibt“.

Das Projekt 1000plus tut genau das. In ausführlichen Beratungsgesprächen suchen die Beraterinnen gemeinsam mit der Schwangeren nach Lösungen für ihre Probleme. Denn wir sind davon überzeugt, dass es immer eine Perspektive für ein Leben mit ihrem Baby gibt. Schwangere wie Jessica S. brauchen keinen Schein, sondern Beratung und Hilfe.

Schicken Sie Ihren Dankesbrief an info@bild.de, oder nutzen Sie das Kontaktformular auf der Homepage: www.bild.de/BILD/kddb,templateId=kddbContact.html
Sprechen Sie dabei die Autoren Stefan Kürthy und Sarah Majorczyk direkt an.
Tipps zum Schreiben eines Leserbriefes finden Sie hier.


Es ist nicht wichtig, dass Sie viel schreiben. Wichtig ist, dass die Autoren ein positives Echo über ihre Arbeit bekommen. Vielleicht berichten sie dann häufiger über dieses Thema.

Mit dankbaren Grüßen für Ihren Einsatz für das Leben
Ihre

Brigitta Thurmaier

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